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Umzug mit Katze – Wie erleichtert man einer Katze den Umzug?

Ein Umzug stellt für eine immer eine besondere und stressige Situation dar. Im Gegensatz zu Hunden hängen nicht nur an ihren Dosenöffnern, sondern auch an ihrer Umgebung. Sie sind sehr territorial veranlagt und ihr gewohntes Revier ist ihnen ebenso wichtig, wie der vertraute Mensch.

Oft bedeuten schon kleinste Veränderungen in der gewohnten Umgebung puren Stress. Ein neues Möbelstück oder die Renovierung eines Raumes reichen häufig aus, um die Katze zu verunsichern.

Damit ist klar, wie gravierend ein Umzug für das Leben einer Katze ist. Es ist nicht unmöglich mit einer Katze umzuziehen, aber man sollte einen genau planen, um ihr so wenig Stress wie möglich zu bereiten.

Schonfrist vor und nach dem Umzug

Da für die Katze der Wechsel in ein neues Revier schon einschneidend genug ist, sollte man weitere und unnötige Veränderungen möglichst vermeiden. Hier gilt es der Katze ab 2 Wochen vor und bis 4 Wochen nach dem Umzug eine Schonfrist einzuräumen, in welcher alle unnötigen Stresssituationen vermieden werden.

Die Beibehaltung möglichst vieler Gewohnheiten bietet der Katze Sicherheiten, an die sie sich klammern kann und die ihr bei der Eingewöhnung helfen werden.

Nicht zwingend notwendige Tierarztbesuche, Futterumstellungen, Streuwechsel oder Eingewöhnung eines neuen Mitbewohners sollten einfach auf einen späteren Zeitpunkt nach der Schonfrist verschoben werden.

Bekannte Gerüche und Einrichtung

Je mehr die Katze aus dem alten Revier wiederfindet, desto weniger fremd wird ihr die neue Heimat erscheinen. Daher sollte man möglichst viele Gerüche und gewohnte Gegenstände von der alten in die neue Wohnung tragen.

Gerade die Gegenstände der Katze sollten so wie sie sind mit in die neue Wohnung umziehen. Hier muss man vielleicht in Kauf nehmen, das der alte abgewetzte Kratzbaum mit umzieht. Doch gerade dieser ist eine Art persönlicher Gegenstand der Katze, den sie sich selbst zurecht geschnitzt hat.

Erst nach Ablauf der Schonfrist kann er dann bedenkenlos gegen einen neuen ausgetauscht werden. Ebenso sollte man darauf verzichten Katzenkörbchen, Katzenbettchen, Kuscheldecken und andere Textilien vor dem Umzug zu waschen. Der vertraute Geruch wandert so direkt in das neue Revier und nimmt ein wenig das Heimweh.

Wenn nicht zwingend notwendig sollte man möglichst darauf verzichten sofort eine komplett neue Einrichtung anzuschaffen. Viel besser ist es vorerst möglichst viel des alten Inventars mit in die neue Wohnung zu nehmen und dort erst nach der Schonzeit langsam und schrittweise gegen etwas neues auszutauschen.

Ebenso kann man alte Gardinen und Vorhänge vorerst ungewaschen in der neuen Wohnung aufhängen. Auch eine Teppichreinigung kann noch später erfolgen. Dies gilt auch für weitere Textilien, wie Sofadecken, Sofakissen oder Bettzeug und vieles mehr. Mit jedem Stück, das unverändert bleibt, wird der Katze der Umzug ein wenig leichter fallen.

Umzug mit Katze – So geht´s!

Vor dem Umzug ist natürlich fleißiges Packen angesagt. Hierbei sollte man Raum für Raum vorgehen und die Katze so lange wie man packt aus dem Raum aussperren. Während Kartons und Möbel in den Umzugswagen gebracht werden, sollte die Katze in einem Zimmer eingeschlossen werden, welches dann zuletzt ausgeräumt wird.

Nur Kratzbaum, Katzentoilette, Kuschelplatz und Futtplatz bleiben bis zuletzt in einem der leeren Zimmer stehen. In dieses Zimmer kommt die Katze, während der letzte Raum geleert wird. Während die Katze mit ihren gewohnten Sachen noch in der alten Wohnung bleibt wird alles in die neue gebracht.

Die neue Wohnung sollte nun möglichst schnell und vollständig eingeräumt werden. Erst wenn mindestens das Zimmer fertig ist, in dem der Kratzbaum später stehen soll, kann die Katze einziehen. Im besten Fall richtet man die Wohnung wirklich komplett ein, bevor man die Katze holt. Nach dem Umzug muss sich die Katze erst eingewöhnen, jede weitere Veränderung bedeutet Stress und sollte unbedingt vermieden werden. Laute und besonders schmutzige Arbeiten, wie das Sägen der Küchenarbeitsplatte oder Bohrungen für Kabel, sollten möglichst vor dem Einzug der Katze erledigt werden.

Wenn mindestens das Kratzbaumzimmer fertig ist kann endlich auch die . In der Alten Wohnung werden nun die übrigen Dinge eingepackt. Im Idealfall geht man nur noch einmal schnell mit der Siebschaufel durch das Streu und tütet das Katzenklo so ein wie es ist, denn ein markiertes Klo wird von Katzen nach dem Umzug besonders gut akzeptiert. Zuletzt kommt natürlich auch die Katze in eine Transportbox und kann nun sicher in die neue Wohnung gebracht werden.

In der neuen Wohnung stellt man die Katze in der verschlossenen Box in das Zimmer in welchem der Kratzbaum stehen soll. Es ist besser wenn die Katze am ersten Tag und in der ersten Nacht nur dieses Zimmer zur Verfügung hat, damit sie vielen neuen Eindrücke nicht verängstigen. Am besten bringt man nun die zuletzt eingepackten Dinge in das neue Zimmer, verschließt die Tür hinter sich und lässt die Katze dann aus der Box. Während man selbst den Kratzbaum aufstellt kann die Katze den neuen Raum erkunden.

Vorsicht: Katze bei Umzug entwischt

Es kommt sehr häufig vor, das Katzen gerade bei Umzügen entlaufen. Die Tiere bekommen die ganze Aufregung natürlich ganz genau mit und sind meist selbst sehr unruhig. Meist hat man viele Umzugshelfer, die im Umzugsstress gern vergessen, das hinter der einen Tür noch eine Katze wartet. Viele Katzen haben eine solche Gelegenheit genutzt und sind vor Aufregung und Angst durch den Türschlitz in die Freiheit geflüchtet.

Jeden der Umzugshelfer sollte unbedingt darüber informiert sein, das es noch eine Katze in der Wohnung gibt. Will man ganz auf Nummer sicher gehen, dann wird das Zimmer, in dem die Katze auf den Umzug wartet, einfach abgeschlossen. Hilfreich ist auch ein großes Schild an der Zimmertür in einer grellen Farbe, welche sich stark von der Umgebung absetzt.

Kurz und Schmerzlos

Ein Umzug mit Katze sollte sehr gut geplant werden und in wenigen Tagen erledigt sein. Man sollte sich bemühen die neue Wohnung so schnell wie möglich komplett fertig einzurichten. Am besten man macht die Zimmer der Katze erst zugänglich, wenn sie fertig eingerichtet sind. Stetig umher wandernde Kisten und Möbel lassen die Katze nicht zur Ruhe kommen und erschweren die Eingewöhnung erheblich.

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