Artikel Kommentare

kittenplaner » Vererbungslehre » Kreuzungstabellen – Wie führt man eine theoretische Verpaarung durch?

Kreuzungstabellen – Wie führt man eine theoretische Verpaarung durch?

Um nun die Vererbung genauer betrachten zu können muss man theoretische durchführen. Wenn man zwei Tiere theoretisch, also auf dem Papier, verpaart, nennt man dies kreuzen. Zum kreuzen verwendet man eine Kreuzungstabelle. Nach dieser Schritt für Schritt kannst du mit Leichtigkeit eine .

Eine Kreuzungstabelle enthält alle möglichen genetischen Besetzungen der Samenzellen des Vaters in der oberen waagerechten Zeile (blau) und alle möglichen genetischen Besetzungen der Eizellen der Mutter in der linken senkrechten Spalte (rot). Kreuzt man die Allele nun in die unteren Felder (gelb) ergeben sich daraus die genetischen Besetzungen der Kinder.

Eine solche soll hier nun beispielhaft durchgeführt werden. Dabei spielt es noch keine Rolle wofür das Gen zuständig ist oder welche vererbt wird. Es geht ersteinmal darum das System zu verstehen.

Kreuzungstabelle erstellen – Schritt für Schritt Anleitung

Als Beispiel wird ein belibiges Gen auf den Autosomen herangezogen. Dieses Gen kann durch die Allele A und a besetzt werden. Wobei sich A dominant gegenüber a verhält.

Kreuzungstabelle - Schritt 1: Allele des Vaters eintragen

Kreuzungstabelle - Schritt 1: Allele des Vaters eintragen

Schritt 1: Allele des Vaters eintragen

Der Vater trägt genotypisch die Allele aa. In jeder Samenzelle befindet sich folglich das rezessive Allel a.

Daher wird in die obere waagerechte Zeile der Kreutungstabelle jeweils ein a und ein a eingetragen.

Hier sind beide Samenzellen gleich besetzt, dies muss jedoch nicht so sein. Es können auch unterschiedliche Besetzungen für beide Samenzellen auftreten. Das selbe gilt auch für die Besetzungen der Eizellen, wie am nun folgenden Beispiel der Mutter zu sehen sein wird.

 

 

Kreuzungstabelle - Schritt 2: Allele der Mutter eintragen

Kreuzungstabelle - Schritt 2: Allele der Mutter eintragen

Schritt 2: Allele der Mutter eintragen

Die Mutter trägt genetisch die Allele Aa für diese Eigenschaft. In ihren Eizellen ist also entweder das rezessive Allel a oder das dominante Allel A.

Daher wird in die linke senkrechte Zeile der Kreuzungstabelle ein A und ein a eingetragen.

Wie man sieht kann die Mutter demnach beide Eigenschaften an ihre Nachkommen weitergeben.

Man nennt die der auch Parental- und kürzt diese häufig mit P ab. Erst jetzt erfolgt das eigentliche Kreuzen, woraus sich dann die Kindgeneration ergibt. Die Kindgeneration wird auch mit F1 bezeichnet. Häufig führt man aus der Kindgeneration heraus weitere Verpaarungen durch, welche dann mit F2 , F3 usw. bezeichnet werden.

Kreuzungstabelle - Schritt 3: Allele des Vaters auf die Kinder übertragen

Kreuzungstabelle - Schritt 3: Allele des Vaters auf die Kinder übertragen

Schritt 3: Allele des Vaters auf die Kinder übertragen

Ein Kind entsteht aus der Verschmelzung von Samen- und , eben diese Verschmelzung wird nun in der vereinfacht dargestellt.

Zuerst überträgt man die Allele des Vaters aus der jeweiligen Kopfspalte der Kreuzungstabelle in die darunter liegenden freien Zellen.

Wichtig ist das man in jeder Spalte das gleiche Symbol überträgt, also beim Vater immer von oben nach unten.

 

 

 

Kreuzungstabelle - Schritt 4: Allele der Mutter auf die Kinder übertragen

Kreuzungstabelle - Schritt 4: Allele der Mutter auf die Kinder übertragen

Schritt 4: Allele der Mutter auf die Kinder übertragen

Nun überträgt man auch die Allele der Mutter aus der jeweiligen Kopfzeile in die daneben liegenden freien Zellen der Kreuzungstabelle.

Im Gegensatz zur Übertragung der Allele des Vaters auf die Kinder, muss bei der Mutter in jeder Zeile das gleiche Symbol übertragen werden. Bei der Mutter also immer von links nach rechts.

Dieses Verfahren nennt man kreuzen. Neben der möglichen der Kindgeneration erhält man auch deren Anteile, welche einer theoretischen Wahrscheinlichkeit für deren Auftreten darstellen.

Anteile der verschiedenen Kinder aus der Kreutungstabelle ablesen

Die Komplette Kindgeneration besteht aus den 4 hellen Feldern der Kreuzungstabelle, daraus lassen sich nun die Anteile der unterschiedlichen Kinder ablesen. Der Genotyp Aa tritt in 2 von 4 Feldern auf, dies entspricht einem Anteil von 50%, selbiges gilt auch für den Genotyp aa.

Diese theoretische Wahrscheinlichkeit ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Denn die Bildung der einzelnen Kindzellen steht in keiner Abhängigkeit zu einander. Welches Allel der Mutter für diese Eigenschaft eine Eizelle beinhaltet ist vollkommen zufällig. Ebenso bei den Samenzellen des Vaters. Ei- und Samenzellen sind auch nicht beachtenswert begrenzt, das dies eine Rolle spielen könnte. Die errechnete Wahrscheinlichkeit würde in der Natur nie ganz erreicht werden, jedoch kann sie bei sehr vielen Verpaarungen annähernd eintreten.

So viele gleiche Verpaarungen wird man in der Katzenzucht nicht durchführen, dennoch ist es von Interesse, überhaupt erahnen zu können, welchen Anteil ein Genotyp oder Phänotyp eventuell in der Kindgeneration haben könnte.

Veröffentlicht unter: Vererbungslehre · Etiketten: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Hinterlasse eine Antwort

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

:wink: :-| :-x :twisted: :) 8-O :( :roll: :-P :oops: :-o :mrgreen: :lol: :idea: :-D :evil: :cry: 8) :arrow: :-? :?: :!: