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Kratzbaum – Was für einen Kratzbaum benötigt eine Katze?
Zur Grundausstattung für die Katze gehört auch immer ein Kratzbaum. Dieser erfüllt viele wichtige Aufgaben, um das Leben einer Katze und des Menschen angenehm zu gestalten.
Die Gestaltung und die Ausmaße des Katzenkratzbaumes ist für alle Katzen sehr ähnlich, allerdings unterscheiden sich manche Rassen hinsichtlich ihrer Bedürfnisse. Während beispielsweise einer Britisch Kurzhaarkatze schon ein sehr guter Kratzbaum reich, sollte man für eine Main Coon gleich mehrere einplanen. Es ist daher wichtig die Bedürfnisse der Rasse zu kennen.
Natürlich richtet sich die Anzahl der Kratzbäume auch nach der Anzahl der Tiere und der Räume, in denen sich Mensch und Tier vornehmlich aufhalten.
Körperhygiene für Katzen
Das Wetzen der Krallen gehört zu den Grundbedürfnissen der Katze. Wie die Fingernägel des Menschen wachsen auch die Krallen der Katze ständig nach. Hat eine Kralle eine bestimmte Länge erreicht, dann löst sich die obere Hülle und muss abgestreift werden. Außerdem sind die Krallen sehr wichtige Werkzeuge und in der freien Natur ist die Schärfe der Krallen auch entscheidend für das Überleben der Katze. Die Krallen dienen zum Festhalten der Beute, ermöglichen einen festen Griff beim Klettern und können sogar als Waffe gegen Angreifer eingesetzt werden. Damit ist ganz klar wie wichtig die Pflege der Krallen für eine Katze ist und das es unmöglich ist, einer Katze das Kratzen ganz abzugewöhnen.
Markierung des Reviers
Außerdem dient das Wetzen der Krallen zur Markierung des eigenen Reviers. Dieses Verhalten zeigen auch Großkatzen, wie Löwen und Tiger. Katzen laufen regelmäßig die Grenzen ihres Reviers ab und markieren in der Natur Bäume mit den Spuren ihrer Krallen. Dabei werden die Markierungen stets möglichst hoch angebracht werden, um Eindringlinge mit der eigenen Größe zu verschrecken. Dieses Verhalten kann man Katzen nicht übel nehmen, denn auch der Mensch verzichtet ungern auf sein Namensschild an der Tür.
Kratzverhalten der domestizierten Katze
In der freien Natur können und dürfen Katzen überall kratzen. Sie suchen sich meist raue Stellen aus, um ihre Krallen zu wetzen. Katzen im domestizierten Bereich sollen jedoch nicht überall der Krallenpflege nachgehen. Aus diesem Grund muss man der Katze geeignete Stellen zur Verfügung stellen, welche ihren Bedürfnissen gerecht werden. Insbesondere raue Stämme aus Sisal eignen sich sehr gut zur Pflege der Krallen und werden von Katzen gern und ausgiebig genutzt. Katzen werden gute raue Kratzgelegenheiten stets den glatten Möbeln vorziehen, wenn der Mensch ausreichend Kratzmöbel zur Verfügung stellt.
Katzen sind Kletterkünstler
Katzen klettern sehr gern hoch nach oben, denn gerade Kleinkatzen suchen auch auf Bäumen nach Nahrung. Aus diesem Grund sollte mindestens ein deckenhoher Kratzbaum zur Grundausstattung der Katze gehören. Beim spielen geht es dann oft den Kratzbaum hoch und runter. Ist der Kratzbaum nicht hoch genug läuft man schnell Gefahr das die Katze stattdessen den Kleiderschrank oder die Küchenhänge erklettert. Dabei kommt es nicht selten zu Hackern und Kratzern an den Fronten und Seitenteilen.
Zuflucht und Ruhe für Katzen
Wenn Katzen Angst haben oder Gefahr vermuten klettern sie gern möglichst weit nach oben, um das Geschehen von einem sicheren Posten aus beobachten zu können. Dieses Verhalten ist seltener bei Großkatzen zu beobachten, da diese einfach zu groß und zu schwer sind. Wilde Kleinkatzen zeigen jedoch das selbe Fluchtverhalten wie unsere Hauskatzen. Sie klettern auf den nächsten hohen Baum und beobachten das Geschehen vorerst durch den Schutz des dichten Blackwerkes. Um dem Flucktverhalten der Katze gerecht zu werden und einen entsprechenden Rückzugspunkt zu schaffen, sollte der Kratzbaum ganz oben eine Höhle aufweisen. Nicht selten sind Katzenhalter schockiert, wenn die sonst artige Katze auf der Anbauwand oder dem Kleiderschrank Zuflucht sucht, wenn beispielsweise ein fremder unheimlicher Gast die Wohnung betritt.
Fühlt sich die Katze dagegen gesundheitlich nicht ganz wohl, dann wird sie eine dunkle und kühle Höhle am Boden suchen. Eine solche Höhle kann im unteren Teil des Kratzbaumes vorhanden sein, aber auch separat zur Verfügung gestellt werden. Schon eine kleine Magenverstimmung kann dafür sorgen, das die Katze einen entsprechenden Ort aufsuchen möchte, um sich zu erholen.
Perfekter Kratzbaum für Katzen
Der perfekte Kratzbaum sollte allen Bedürfnissen der Katze gerecht werden. Empfehlenswert ist daher ein deckenhoher Kratzbaum, welcher oben und unten eine Höhle bietet.
Kosten eines Kratzbaums
Einfache einstämmige deckenhohe Kratzbäume sind im Angebot schon für 60,- € zu haben. Leider sind diese Modelle oft wacklig und müssen zusätzlich an der Wand verankert werden. Von billigen Kratzbäumen kann man keine lange Lebensdauer erwarten. Ein billiger Kratzbaum muss meist bereits nach einem halben bis zwei Jahren komplett ausgetauscht werden.
Die besseren einstämmigen deckenhohen Kratzbäume kann man ab 150,- € erwerben. Sie sind meist sehr stabil und leicht zu montieren. Für Modelle namenhafter Hersteller kann man recht einfach Ersatzstämme nachbestellen. Solche Kratzbäume halten durchaus zwischen drei und fünf Jahren.
Ab 250,- € erhält man schon recht umfangreiche Kratzbäume. Diese sind qualitativ hochwertig und sehr stabil. Viele Modelle sind mehrstämmig und bieten viele unterschiedliche Kratz- und Klettermöglichkeiten.
Wie bei vielen Dingen sind auch in Sachen Kratzbaum preislich nach oben keine Grenzen gesetzt. Je nach Platz, Bedarf und den Vorlieben seiner Katzen erhält man eine reichliche Auswahl an vielen Modellen, Designs und Materialien.
Sichere Montage des Kratzbaums
Besonders wichtig ist die Stabilität und Standhaftigkeit des Kratzbaums. Katzen springen, rennen und hängen oft sehr schwungvoll. Dem entsprechend wird auch der Kratzbaum belastet. Spätestens wenn eine Katze ausgewachsen ist stellt sich heraus wie gut der Kratzbaum ist.
Löst sich ein Kratzbaum aus der Verankerung und fällt um kann dies schlimme Folgen haben. Nach dem Sturz ist der Kratzbaum meist kaputt und ist nicht mehr zu gebrauchen. Es können andere Einrichtungsgegenstände und Böden Schaden nehmen. Leider kommt es auch oft vor das ein instabiler Kratzbaum unmittelbar nachdem er von einer Katze bespielt wurde umstürzt. Dies ist auch besonders gefährlich für die Katze. Durch den unerwarteten Sturz kann sie sich vielleicht nicht mehr abfangen oder wird von herabfallenden Teilen getroffen. Zu guter letzt kann der stürzende Baum auch Menschen und gerade kleine Kinder treffen.
Um einen solchen Schaden zu vermeiden sollte ein Kratzbaum möglichs fest montiert werden. Günstige Kratzbäume sind oft instabil. Man sollte sie möglicht auf halber Höhe nocheinmal zusätzlich an der Wand verankern. Dazu kann man einen geschlossenen Haken an der Wand anbringen und den Stamm mit einem Seil fixieren. Oder man befestigt den Baum unterhalb einer mittleren Platte mit Hilfe eines Winkels an der Wand. Dazu muss die Platte jedoch direkt an der Wand anliegen.
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