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Erbarmungslose Tierfänger lauern unseren Katzen auf
Es klingt wie ein fieser Horrorfilm oder ein mittelalterliches Ammenmärchen. Sehr viele Freigänger fallen erbarmungslosen Tierfängern zum Opfer. Eigentlich mag man denken das so etwas in Deutschland nicht (mehr) vorkommt, doch das Gegenteil ist die traurige Realität.
Leider sind die meisten Katzenhalter völlig ahnungslos. Sie werden erst auf dieses Thema aufmerksam, wenn die geliebte Katze bereits verschwunden ist. Leider ist es dann in sehr vielen Fällen schon zu spät. Daher ist es wichtig sich frühzeitig mit diesem Thema auseinander zu setzen.
Berufsbild des Tierfängers
Die Tierfängerei hat sich regelrecht zu einem Zweig der Kriminalität entwickelt. Hauptberufliche Tierfänger arbeiten Gebiete in Deutschland systematisch ab. Oft spähen sie zuvor die Gegend aus und beobachten die Nachbarschaft und die Gewohnheiten der Bevölkerung.
Ist der richtige Zeitpunkt gekommen schlagen sie eiskalt zu. Sie benutzen Fangkästen, Betäubungsmittel, Lockstoffe, Blasrohre oder Schlingen um ihre Opfer einzufangen. In einem Kleintransporter werden die Tiere dann zum Zwischenlager abtransportiert. Je nachdem wofür sie gefangen wurden, werden sie von dort aus weiter verbracht.
Neue Opfer für Tierversuche
Einige der Tiere werden für Laborversuche gefangen. Die Tiere werden aus Deutschland illegal über die tschechische Grenze gebracht. In Tschechien bekommen sie legale Frachtpapiere und werden zurück in deutsche Forschungseinrichtungen transportiert.
Wer den Transport lebend überstanden hat fristet nun ein Dasein in engen Laborkäfigen. Die Tiere müssen zahlreiche Versuche über sich ergehen lassen. Ist die Karriere als Versuchsopfer überstanden findet ihr Leben meist ein jähes Ende.
Rheumadecken aus Katzenfell
Vorallem bei Katzen haben es Tierfänger auch oft auf das Fell abgesehen. Decken aus Katzenfell sollen angeblich sehr gut gegen Rheuma helfen. Katzenfelle sind sehr lukrativ. Seit dem Verbot im Januar 2009 werden sehr hohe Schwarzmarktpreise gezahlt.
Ist das Kätzchen ersteinmal gefangen wird es zum Produktionsort in osteuropische Länder verbracht. Den Tieren wird das Fell bei lebendigem Leib abgezogen. Die Qualen unserer geliebten und schmerzlichst vermissten Katzen interessiert die Pelzindustrie nicht.
Häufig verarbeiten Näherinnen die Pelze zu Rheumadecken. Auf dem Schwarzmarkt werden die angeblichen Wunderdecken kranken Menschen aufgeschwatzt. Oft sind sich die Käufer der ganzen Tragödie garnicht bewusst.
In manchen Fällen gelangt der Katzenpelz sogar als angeblicher Kunstpelz auf legalem Weg zurück nach Deutschland. Hier werden dann diverse Textilien mit dem Fell unserer Katzen verschönert.
Kompromisslose Kastration
Aber auch bestimmte Tierschutzorganisationen machen sich der wilden Tierfängerei strafbar. Sie fangen freilaufende Katzen mit der Absicht die Population streunender Katzen unter Kontrolle zu halten. Die Streuner werden kastriert und dann wieder frei gelassen.
Doch leider fragt dabei niemand den Besitzer des Tieres. Oft wird erst nach dem Öffnen erkannt das ein Tier schon kastriert ist. Kommt es bei der Kastration zu Komplikationen oder gar zum Tod wird niemand den Besitzern bescheid geben können. Die kurz entlaufene Rassekatze fällt der Kastration ebenso zum Opfer wie der herrenlose Streuner.
Durchaus mag es viele herrenlose Tiere und Tiere uneinsichtiger Katzenhalter mit Recht treffen. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten die Menschen aufzuklären. Es ist am Ende eine Frage der Moral ob man diesen Handlungen zustimmt oder nicht. Die Medaille hat wie immer zwei Seiten.
Wie schütze ich meine Katze vor Tierfängern?
Der Gefahr der wilden Kastration kann der Tierhalter heute glücklicher Weise durch das Implantat eines Transponders oder auch Mikrochips entgehen. Haben es jedoch Tierfänger auf den Pelz oder die Katze ansich abgesehen gibt es kaum ein Entkommen. Gegen viele der dubiosen Tierfänger wird schon ermittelt. Doch die Hintermänner sitzen im Ausland und entkommen der Justiz. Zudem wird es immer Produzenten geben, wenn es einen Markt gibt.
Die einzige alternative kann sein unseren Katzen keinen Freigang im herkömmlichen Sinne zu gewähren.
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